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DGEG - Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e. V.
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Die DGEG vor 50 Jahren - Rückblicke

Teil 1

Unter dem Titel „Die DGEG vor 50 Jahren“ wollen wir Ihnen Einblicke geben über das Vereinsgeschehen vor 50 Jahren. Die 1970er Jahre waren Aufbruchsjahre der DGEG. Dabei waren auch damals Restriktionen aller Art gegeben, finanziell, räumlich, organisatorisch. Von einer zweimonatlichen Erscheinungsweise der EisenbahnGeschichte war nicht mal zu träumen. Der Vorläufer der EisenbahnGeschichte, die DGEG-Nachrichten, erschienen erstmals im März 1974. Von 1967 bis 1973 gab es in unregelmäßigen Abständen insgesamt 15 Rundschreiben an die Mitglieder. Diese Rundschreiben werden für unsere Rückblicke ausgewertet. In ihren Texten finden sich Fakten und Erwartungshaltungen, die uns heute bestens bekannt sind. Es war damals wirklich nicht alles besser! So findet sich schon auf der ersten Seite des 5. Rundschreibens vom November 1969 der Begriff „angespannte Finanzlage“.

Was geschah im ersten Halbjahr 1970? Der Verein wurde vom Präsidenten Dr. Joachim Hotz und dem Vizepräsidenten Theodor Horn geleitet. Dieses Führungsduo agierte noch viele Jahre. Die DGEG hatte Ende 1969 538 Mitglieder und damit gegenüber Ende 1968 eine Verdopplung der Mitgliederzahlen erreicht.

Klicken zum VergrößernFahrzeugzugänge: Akkukleinlok Ka 4013 (AEG, Bj. 1930), zwei Handhebeldraisinen der Meppen-Haselünner Eisenbahn, Lok 3 der LPD Berlin (AEG, Bj. 1913) und 99 633 (Esslingen, Bj. 1899) für den Einsatz auf der Jagsttalbahn.

Fahrbetrieb: 1969 begannen die Fahrten der historischen Dampfsonderzüge Achern–Ottenhöfen mit der Lok 28 der SWEG, die 1970 an elf Betriebstagen fortgesetzt wurden. 1970 begannen die Fahrten auf der Tegernseebahn mit der TAG 7 mit zunächst sieben Betriebstagen. Es konnten im ersten Halbjahr 1970 eine Reihe von heute nicht mehr mögliche Sonderfahrten durchgeführt werden wie z. B. mit 065 001 und 065 018 durch Taunus und Odenwald oder mit 038 772 und 064 519 von Tübingen über Balingen nach Rottweil und zurück über die HzL.

Die 3. Jahrestagung der DGEG fand Anfang April in Essen statt, fast durchweg mit Besichtigungen und Fahrten, die heute nicht mehr angeboten werden könnten:

Besichtigung Lokfertigung Krupp (1997 eingestellt)
Besichtigung Hüttenwerke Oberhausen (Gelände ist heute das Centro)
Besichtigung Werksbahnanlagen der Hibernia in Gladbeck (2014 von DB geschlossen)
Besichtigung Straßenbahnbetriebshof der EVAG in Essen (den gibt es noch)
Besichtigung eines Grubenbahnhofs unter Tage (letzte Zeche 2018 geschlossen)
Straßenbahnsonderfahrt Mülheim–Düsseldorf (heute nur mit neuen Fahrzeugen und Umsteigen)
Besuch beim Modell-Eisenbahn-Club Essen (kann man immer noch machen)
Sonderfahrt „Zwischen Ruhr und Wupper“: Essen–Ruhrtal–Schwerte–Wuppertal–Essen mit 191 069, 055 345 und 057 070 und mit Besichtigung im AW Schwerte (z. B. 17 218 …)
Sonderfahrt „Mit Rauch und Dampf zur WLE“ mit 001 199, 023 016, 057 070 und VL 0636 von Essen über Brilon und Belecke nach Wamel am Möhnesee.

Auch 1970 war schon von einer Verzögerung der Auslieferung für das Jahrbuch für Eisenbahngeschichte zu lesen. Der für April 1969 angekündigte Band konnte erst im März 1970 erscheinen. Erstmals erschien 1970 die Schriftenreihe Eisenbahnen und Museen.

Winfried Rauschkolb

Foto: 1970 ein Neuzugang bei der DGEG: Die Akkukleinlok Ka 4013 | Foto: Christian Rauschkolb (September 2018)

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Zuletzt aktualisiert von Rainer.Kolbe am 06.09.2020, 19:15:30. | Verbesserungsvorschlag oder Fehlermeldung