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DGEG - Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e. V.
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Unsere vorherigen Bilder der Woche:

Bild der Woche Nummer 61 - Von Oktober 1962 bis Dezember 1969 war bei der DB auf Mietbasis ein ungewöhnlicher Exot im Einsatz. Statt des hierzulande üblichen dieselhydraulischen Antriebs hatte diese von Henschel und SSW gebaute DE 2000 einen dieselelektrischen Antrieb, den es bei der DB sonst nur noch bei den von der Wehrmacht stammenden V 188-Doppelloks und der von Krupp und AEG 1964 gebauten ME 1500, die ebenfalls mietweise bis 1969 bei der DB eingesetzt war. Während die DE 2000 1968 zur 202 001 wurde, bekam die ME 1500 die Nummer 201 001. Beide Loks wurden nach der Rückgabe an die Hersteller Anfang der 1970er Jahren an die WLE verkauft. Dort wurden sie zu DE 0901 (ME 1500) und DE 0902 (DE 2000). Während erstere heute bei der Südostbahn in der Schweiz fährt, wurde letztere nach einem schweren Schaden verschrottet. Am 23. September 1967 machte die Lok mit E 542 von Braunschweig nach Köln in Herford Halt, als Gerhard Bothe sie fotografierte. Bereits 1971 übrigens bekam die Baureihe 202 Nachwuchs durch die drei von Henschel und BBC gebauten Drehstromloks DE 2500, die mit ihrem Antrieb den Lokbau revolutionierten und die Urahnen aller modernen E-Loks darstellen. | Sammlung Dietrich Bothe
Bild der Woche Nummer 60 – Vom 3. bis 13. Oktober 2019 war eine Reisegruppe der DGEG unterwegs im ehemaligen Jugoslawien. Dabei sind einige interessante Bilder entstanden. Unser heutiges Bild der Woche, aufgenommen am 8. Oktober, zeigt den DGEG-Sonderzug auf der Mala-Rijeka-Brücke. Das von 1969 bis 1973 errichtete eingleisige Brückenbauwerk überspannt zwischen den Bahnstationen Kolašin und Bioče das tief eingeschnittene Tal des Flusses Mala Rijeka. Auf beiden Seiten der Brücke geht die Strecke gleich in Tunnel über. Die Brücke ist fast 499 Meter lang und bis zu 198 Meter hoch – die höchste Eisenbahnbrücke Europas! | Foto: Winfried Rauschkolb
Bild der Woche Nummer 59 – Am 30. September 1984 wurde 144 081 als letzte E 44 der DB ausgemustert. Damit endete in Westdeutschland die Ära dieser Urahnin der modernen laufachslosen E-Lok mit Einzelachsantrieb, deren erste 1930 auf die Schienen gestellt wurde. Die Stuttgarter 144 081 war bereits im Mai 1983 z-gestellt worden, während in Würzburg die letzten aktiven Schwestern noch bis Ende März 1984 Dienst taten. Bei der Deutschen Reichsbahn dauerte der Einsatz sogar noch bis 1991.
Die Aufnahme von Dietrich Bothe zeigt 144 081 in Sindelfingen mit dem Pendlerzug 30905 nach Böblingen am 13. September 1979. Vermutlich werden etliche Mitarbeiter des im Hintergrund zu sehenden Werkes eines Herstellers von Luxusautos im Zug mitfahren.

Bild der Woche Nummer 58 – Am 19. September 1969 wurde 99 651 als letzte Schmalspur-Dampflok der DB ausgemustert. Die fünfzig Jahre zuvor als Gelegenheitskauf von der Sächsischen Staatsbahn erworbene Lok war ursprünglich von der Heeresfeldbahn bestellt worden, kam aber für den Kriegseinsatz zu spät. Die 15 gebauten Loks landeten als 99 641 bis 99 655 bei der Reichsbahn. Ihnen folgten von 1923 bis 1927 noch 47 Nachbauloks als 99 671 bis 717. Etliche Loks der Nachbauserie, aber auch einige der Ursprungsausführung landeten in Württemberg und verblieben so bei der DB. Dazu gehörte auch 99 651, die lange Jahre auf der Bottwartalbahn heimisch war. Nachdem 1964 die V 51 903 geliefert und zum Winterfahrplan 1966 der Personenverkehr eingestellt worden war, diente sie nur noch als Reserve. Mit Einstellung des Güterverkehrs Ende 1968 ging sie für die letzten Monate noch zur Federseebahn.
Das am 10. August 1967 entstandene Bild zeigt sie im Lokschuppen von Beilstein abgestellt, während V 51 903 an diesem Tag den Güterverkehr erledigte. Nachdem 99 651 viele Jahre in Steinheim an der Murr als Denkmal aufgestellt war, befindet sie sich mittlerweile beim Öchsle und schaut hoffentlich einer gesicherten Zukunft entgegen. | Foto: Gerhard Bothe, Sammlung Dietrich Bothe


Bild der Woche Nummer 57 – Wer im Norden wohnt, zum Beispiel in Hamburg, der blickt manchmal etwas neidisch nach Berlin. Die Zahl der Veröffentlichungen über die Geschichte der Berliner Eisenbahnen ist doch größer als die Zahl der Veröffentlichungen über die Geschichte Hamburger Eisenbahnen ...
Da kommt ein Kalender der besonderen Art ganz recht: Er zeigt 53 historische Ansichtskarten mit den Bahnhöfen der Stadt. Dazu gehörten nicht nur die bekannten wie Hauptbahnhof, Altona, Dammtor und Harburg, sondern auch Bahnhöfe der Hochbahn und der Vorortsbahn und die kleineren Bahnhöfe etwas weiter draußen.
Das informative Vorwort, eine chronologische Übersicht über die Geschichte der Eisenbahn in Hamburg und Woche für Woche zahlreiche historische Daten machen den Kalender über den Tag hinaus interessant. Der Kalender kostet 20 Euro und kann in jeder Buchhandlung bestellt werden. | Ansichtskarten: Sammlung Rainer Kolbe

Bild der Woche Nummer 56 – Vor siebzig Jahren sandte Professor Dr. Friedrich Edmund Frohne als Direktor der Verwaltung Verkehr an die Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn im Vereinigten Wirtschaftsgebiet folgende Nachricht: "Mit Wirkung von 7. September 1949 wird die Bezeichnung Deutsche Reichsbahn im Vereinigten Wirtschaftsgebiet in Deutsche Bundesbahn geändert." Dies fand seinen offenkundigen Niederschlag in der veränderten Beschilderung zum Beispiel an den Lokomotiven, aber natürlich auch in den Bezeichnungen der Behörden und den Dienstbezeichnungen der Beamten. Weitere Festlegungen wurden durch das Bundesbahngesetz getroffen, welches am 1. Juli 1952 in Kraft trat. De Berühmte DB-Keks wurde erst 1955 eingeführt.
Das Foto von Carl Bellingrodt zeigt die gerade mit Neubaukessel ausgerüstete ehemalige Stromlinienlok 01 1001 am 2. Juni 1954 in Offenburg mit der ab 1949 gültigen Eigentumsbezeichnung. Die Beheimatungsanschriften lauten ED Karlsruhe und Bw Offenburg; eigentlich war die Bezeichnung ED für Eisenbahndirektion seit 1952 durch BD für Bundesbahndirektion ersetzt worden. Aus Gründen der Sparsamkeit wurde das alte Schild auch bei der Hauptuntersuchung der Lok nicht ausgetauscht.

Bild der Woche Nummer 55 – So hätte der dampf-betriebene Schnellverkehr der Deutschen Reichsbahn vor 80 Jahren aussehen können, nachdem am 30. August 1939 mit 01 1001 die erste stromlinienverkleidete Lok ihrer Baureihe an die Reichsbahn abgeliefert wurde. Mit 205 bestellten Exemplaren sollte neben den bekannten fliegenden Zügen der hochwertige Schnellverkehr betrieben werden. Nur 55 Loks wurden tatsächlich gebaut, die anderen zu Gunsten von „kriegswichtigen“ Güterzugloks storniert. Nur der Erstling kam noch wenige Tage vor Kriegsbeginn in Dienst, alle weiteren, wie auch die sechzig leichteren 03.10, wurden erst 1940/41 in Betrieb genommen. Zu dem Zeitpunkt war der Schnellverkehr längst suspendiert und die für hohe Geschwindigkeiten wichtige Verkleidung obsolet und in den meisten Fällen auf Rudimente zurück gebaut.
Erst mit Neubaukesseln und teilweise Ölfeuerung ausgerüstet erbrachten die bei der DB verbliebenen 54 Loks endlich die Höchstleistungen, für die sie gebaut waren. 1975 wurden die letzten Loks in Rheine abgestellt. Etliche überlebten in Museen. 01 1102 stand jahrelang in ihrer vorübergehenden Heimat in Bebra auf dem Denkmalsockel, ehe sie 1996 wieder in Betrieb genommen werden konnte. Zuvor war sie - durchaus umstritten - wieder mit einer Stromlinienverkleidung ausgerüstet worden. Unmittelbar nach der Inbetriebnahme ist die Lok hier mit einem Sonderzug von Bebra nach Braunschweig am 3. März 1996 bei Warburg unterwegs. Um den nostalgischen Eindruck der Aufnahme zu unterstreichen wurde die Oberleitung im Bild genauso entfernt, wie das Wappen der Stadt Bebra am Tender. Heute befindet sich die nicht mehr betriebsfähige Lok im Süddeutschen Eisenbahnmuseum in Heilbronn. | Foto: Dietrich Bothe

Vor sechzig Jahren beschloss die DB im August 1959 eine Spezifizierung des bereits vorher weitgehend angewendeten Farbschemas. Dabei wurde festgelegt, dass E-Loks über 120 km/h Höchstgeschwindigkeit zukünftig einen blauen Lokkasten, langsamere einen grünen erhalten sollten. Dieselloks, Triebwagen und Rangierloks sollten rot lackiert sein.
Im Vorgriff darauf wurde nach 71 in stahlblauer Lackierung gelieferten E 41 die E 41 072 im April 1959 in flaschengrüner Lackierung in Dienst gestellt; die Baureihe hatte nämlich eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Später wechselte die grüne Farbe zu chromoxidgrün. Während die E 41 also von blau zu grün wechselte, war es bei den E 18 umgekehrt. Die ehemals schwarzen Kleinloks wurden rot lackiert, wohingegen die V 20 und V 36 ihre schwarze Lackierung behielten. Die Umlackierung dauerte bis in die 1970er Jahre hinein, als mit blau/beige bereits ein neues Farbkonzept auf dem Weg war.
E 41 072 wurde übrigens im Jubiläumsjahr 1985 bei den berühmten Nürnberger Fahrzeugparaden und der Bochumer Ausstellung präsentiert. Später wurde sie, weil noch weitgehend im Ursprungszustand, als Museumloks im Betriebsbestand deklariert. Trotzdem wurde sie nach ihrer 1999 erfolgten Ausmusterung verschrottet.
Auf dem Bild verlässt die Lok etwa acht Wochen vor ihrer Z-Stellung am 17. September 1998 mit dem aus Reichsbahnwagen gebildeten SE 97628 nach Hildesheim den Braunschweiger Hauptbahnhof, der übrigens im Jahr 2020 sein sechzigstes Betriebsjubiläum feiert.
Foto: Dietrich Bothe

Bild der Woche Nummer 53 – Diese leider undatierte, weil nie abgeschickte Ansichtskarte zeigt mit der „Totalansicht“ sehr schön die herausragende Bedeutung der Eisenbahn für die Stadt Bebra. Empfangsgebäude und Lokschuppen sind großzügig dimensioniert und nehmen einen nicht unerheblichen Teil der Stadt für sich in Anspruch. Wer genau hinschaut: Die Brücke im nördlichen Teil des Bahnhofes über alle Gleise hinweg (Gilfershäuser Straße) ist zu sehen. Und ganz klein im Hintergrund entschwindet gerade ein Zug Richtung Eschwege.
Wir dürfen aus diesem Anlass auf das Buch Bahnhof Bebra von Peter Kehm hinweisen, das in diesem Sommer bei DGEG Medien erschienen ist. Auf 200 Seiten wird die ganze Geschichte des großen Bahnknotens erzählt und ausführlich mit Bildern, Karten und Gleisplänen dokumentiert. Mehr über das Buch finden Sie auf der Verlagsseite. [https://shop.dgeg-medien.de/0-1574-Bahnhof-Bebra]
Ansichtskarte Sammlung Rainer Kolbe

Bild der Woche Nummer 52 – Am 4. August 1959 wurde mit E 71 28 die letzte Lok ihrer Baureihe bei der DB im Bw Haltingen ausgemustert. Nach drei 1914 bei der KPEV in Dienst gestellten Loks wurden – verzögert durch den Ersten Weltkrieg – weitere 24 Exemplare erst 1920/21 gebaut, was sie zur ersten in Serie gebauten E-Lok-Konstruktion in Deutschland macht. Neun Loks landeten bei der DB und taten Dienst auf der im Schweizer Grenzgebiet gelegenen Wiesen- und Wehratalbahn, ehe die letzten zum Sommerfahrplan 1958 von E 32 abgelöst wurden. E 71 28 wurde bis zu ihrer z-Stellung am 5. Dezember 1958 als Reservelok vorgehalten.
Immerhin drei Exemplare überlebten als Museumsloks. E 71 19 im DB-Museum, E 71 28 im Deutschen Technikmuseum in Berlin und E 71 30 im Verkehrsmuseum Dresden. Ein Triebgestell der E 71 13 befindet sich im Pfalzbahnmuseum der DGEG in Neustadt an der Weinstraße. Das Bild der E 71 28 wurde am 7. Oktober 1985 bei der großen Jubiläumsausstellung in Bochum-Dahlhausen aufgenommen. Übrigens wurde vor fünfzig Jahren am 1. August 1969 das zuvor selbstständige Bw Bochum-Dahlhausen zu einer Außenstelle des Bw Essen Hbf degradiert. Zu der Zeit hatte die DGEG bereits einen Teil ihrer Sammlung im dortigen Lokschuppen hinterstellt.

Bild der Woche Nummer 51 – Am 10. Juli 1969 – also vor fünfzig Jahren – wurde 18 505 als letzte bayerische S 3/6 bei der DB ausgemustert. Nachdem die erste S 3/6 am 16. Juli 1908 angeliefert worden war, endete die S 3/6-Ära also nach ziemlich genau 61 Jahren. 18 505 wurde noch unter der bayerischen Nummer 3706 am 16. Mai 1924 von der Deutschen Reichsbahn, Gruppenverwaltung Bayern beim Bw Nürnberg Hbf in Dienst gestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie ab 1955 beim Versuchsamt in Minden tätig; für diesen Dienst wurde sie mit einem fünfachsigen Tender der Baureihe 45 ausgestattet. Bereits am 20. Mai 1967 wurde sie z-gestellt. Als letzte im Regeldienst eingesetzte S 3/6 in Originalversion wurde 18 528 bereits 1963 ausgemustert, die letzte Umbaulok war die 1966 ausgemusterte 18 622.
Wie den meisten Eisenbahnfreunden bekannt ist, wurde 18 505 nach ihrer Ausmusterung in die Fahrzeugsammlung der DGEG übernommen und kann heute – wieder mit einem bayerischen Tender ausgerüstet – im Pfalzbahnmuseum in Neustadt an der Weinstraße bewundert werden.
Das Foto zeigt die Lok noch in Diensten des Versuchsamtes am 2. September 1966 im Bw Minden. Foto: Gerhard Bothe, Sammlung Dietrich Bothe

Bild der Woche Nummer 50 – Mit einer letzten Zugleistung am 25. Juli 1979 und der folgenden z-Stellung endete vor vierzig Jahren der Einsatz der Baureihe E 16. Die zwischen 1926 und 1933 in drei Serien bei Krauss und BBC gebauten 21 Loks waren die einzigen deutschen E-Loks mit dem Buchli-Antrieb der in der Schweiz und Frankreich in wesentlich größerer Zahl gebaut wurde. Bei diesem Antrieb befinden sich auf der einen Lokseite große Getriebekästen für die Übertragungseinrichtung der Antriebskräfte vom Motor auf den Radsatz; auf der anderen Lokseite sind die offenen Radsterne sichtbar.
Die E 16 standen in Deutschland immer im Schatten der mit dem lizenzfreien AEG-Federtopf-Antrieb ausgerüsteten E 04, E 17, E 18 und E 19 sowie E 21, die zwischen 1927 und 1954 in insgesamt 132 Exemplaren gebaut wurden (darin eingerechnet sind acht 1940 gebaute österreichische E 18), obwohl die Fahreigenschaften der Buchli-Loks den AEG-Loks überlegen waren.
E 16 11 und 13 mussten als Kriegsverluste ausgemustert werden, E 16 12 schied 1967 nach einem Unfall aus. Die restlichen 18 Loks wurden bis auf 116 009 zwischen 1973 und 1978 ausgemustert. 116 009 verdingte sich ab März 1978 als Reservelok, ehe auch sie vor vierzig Jahren abgestellt wurde. Immerhin sind mit E 16 03, 07, 08 und 09 vier Exemplare erhalten geblieben, die allesamt der Erstlieferung von 1926/27 entstammen. Das Bild zeigt die „antriebsfreie“ Seite der 116 009 am 8. September 1979 im Bw Freilassing. | Foto: Dietrich Bothe

Bild der Woche Nummer 49– Vor vierzig Jahren endete mit der Abnahme von 218 499 am 21. Juni 1979 und ihrer Indienststellung beim Bw Lübeck die Beschaffung von Dieselloks durch die DB. Nur fünf Mietloks der Baureihe 259 verschiedener Hersteller und drei sechsachsige Mietloks der Baureihe 240 sollten bis zur Bahnreform noch neu auf den DB-Gleisen erscheinen.
218 499 markiert gleichzeitig auch das Ende der Beschaffung der größten Baureihenfamilie an Streckendieselloks der DB, an deren Anfang die 1960 bei Krupp gebaute V 160 001 steht. Unter den insgesamt 808 Exemplaren befanden sich unter anderem auch die Gasturbinenloks V 169 001 und 210 001 - 008. 218 499 ist übrigens auch 2019 noch aktiv. Das Bild zeigt die gerade einmal gut zwei Jahre alte Lok am 31. August 1981 in Lübeck Hbf. | Foto: Dietrich Bothe

Bild der Woche Nummer 48 – Wie in Bebra (BdW 35) hat auch der Gastronom in Wörgl auf dem Bahnsteig ein langes Buffet aufgebaut für eilige Reisende, die sich während eines kurzen Zwischenaufenthalts mit dem Notwendigsten versorgen wollen. Wir möchten mit dieser alten Ansichtskarte auf das Buch „In der Bahnhofsgaststätte. Ein literarisches Menü in zwölf Gängen“ von Guido Fuchs aufmerksam machen: In in der Literatur leben sie fort, die wunderbaren Bahnhofsrestaurants, Stätten kulinarischen Genusses oder gemütliche Orte eines gut gezapften Bieres. Dazu gehören Begegnungen und Trennungen, Sehnsüchte und Fluchten. Kein schnell zusammengeschustertes halbgares Werk, sondern eine liebevoll akribische Zusammenstellung dessen, was die Literatur zum Thema hergibt. Ein großartiger Beitrag zum Thema Reisekultur. | Sammlung Guido Fuchs
Bild der Woche Nummer 47 – Auch 2019 hatte Winfried Rauschkolb von DGEG Bahnreisen wieder ein interessantes Programm für die Jahrestagung ausgearbeitet, das inklusive einem mehrtägigen Vorprogramm satte neun Tage Eisenbahnerlebnis brachte.
Am 1. Mai stand die Bereisung der Strecken der Linzer Lokalbahn an. Zunächst ging es mit den beiden von der Grazer Waggonfabrik gebauten Triebwagen ET 23.001 der Lokalbahn Linz–Eferding–Waizenkirchen, Baujahr 1920, und ET 24.001 der Lokalbahn Lambach–Vorchdorf–Eggenberg, Baujahr 1932, von Prattsdorf nach Leonding und zurück nach Eferding. Im Bahnhof Alkoven wartet das Gespann die Kreuzung mit einem Planzug ab.

Bild der Woche Nummer 46 – Auch 2019 hatte Winfried Rauschkolb von DGEG Bahnreisen wieder ein interessantes Programm für die Jahrestagung ausgearbeitet, das inklusive einem mehrtägigen Vorprogramm satte neun Tage Eisenbahnerlebnis brachte.
Auf der 13 Kilometer langen Strecke Alt Nagelberg–Heidenreichstein der Waldviertelbahn ist der Waldvierteler Schmalspurbahnverein tätig. Hier zuckelt die 1940 gebaute Diesellok 2091.09 mit ihrem urigen PmG am 29. April bei Aalfang durch den regentrüben Nachmittag. | Foto: Dietrich Bothe

Bild der Woche Nummer 45 – Auch 2019 hatte Winfried Rauschkolb von DGEG Bahnreisen wieder ein interessantes Programm für die Jahrestagung ausgearbeitet, das inklusive einem mehrtägigen Vorprogramm satte neun Tage Eisenbahnerlebnis brachte.
Die Überbrückung des Kamptales in Zwettl war 1905/06 eine technische Pionierleistung. Ähnlich war es bei der Generalsanierung 1998/99, als die alten Überbauten durch eine neue Konstruktion ersetzt wurden. Bei bestem Frühlingswetter macht 92.2271 am 28. April mit ihrem hübschen Nebenbahnzug aus Spantenwagen eine Fotofahrt über den Viadukt. Kurz darauf wird die reguläre Fahrt bis Waldhausen absolviert, nachdem vorher bereits die Strecke nach Schwarzenau befahren worden war. | Foto: Dietrich Bothe

Bild der Woche Nummer 44 – Alt und neu: Der Schienenbus 798 / 998 der Passauer Eisenbahnfreunde e.V. trifft in Deggendorf Hbf. auf den 650 655 der Waldbahn. – Die Sonderfahrt nach Viechtach und Bayerisch Eisenstein im Rahmen der Jahrestagung der DGEG in Passau verlief wenig glücklich. Wegen eines Personenunfalls musste der Zug mit Eisenbahnfreunden fast drei Stunden in Plattling auf die Freigabe der Strecke in den Baeyrischen Wald warten. Vom umfangreichen Programm blieb dann nur die Fahrt nach Viechtach durch das allerdings ausgesprochen malerische Tal des Schwarzen Regens übrig. | Foto: Rainer Kolbe
Bild der Woche Nummer 43 – In Köthen ist bis zum Sommer noch dichter Eisenbahnbetrieb zu sehen. Dann wird der Betrieb stark eingeschränkt und der Bahnhof umgebaut – bis er in vermutlich deutlich veränderter Gestalt wieder eröffnet wird. | Das Bild von Wolfgang Klee ist dem Beitrag „Blumenberg – und all die anderen“ in der EisenbahnGeschichte, Heft 92, entnommen.
Bild der Woche Nummer 42 – Der 10. Mai 1869 gilt als der Tag, an dem die erste amerikanische Transkontinentalbahn eröffnet wurde. Aber so einfach ist es nicht ... Den ausführlichen - auch ausführlich bebilderten! - Beitrag „Der letzte Schlag - daneben!“ von Günter Krause lesen Sie im aktuellen Heft unserer Zeitschrift EisenbahnGeschichte. Das diesem Artikel entnommene Bild zeigt Lok 117 der UPRR (Union Pacific Railroad) mit einer Caboose in Ogden.
Bild der Woche Nummer 41 – Im Februar 1991 verlässt 132 008 Bebra Rbf in Richtung Eisenach. Wohl um Kosten zu sparen wurde dieses Gleispaar nicht an die 1995 erneuerte Stammstrecke bei Weiterode angeschlossen, sondern abgerissen. Das war wohl der Anfang vom Ende des Rbf Bebra. Güterzüge aus dem Rbf nach Osten müssen seitdem erst Richtung Lispenhausen zurückdrücken, um Bebra dann über die Personenzuggleise zu verlassen. | Mehr über den Rbf Bebra in Heft 93 der EisenbahnGeschichte.
Bild der Woche Nummer 40 – So wie auf dem Bild aus dem Jahr 2010 soll es bald wieder sein: Die V 100 1200 ist mit einem historischen Zug unterwegs – hier anlässlich einer Fotofahrt bei der Dampfbahn Fränkische Schweiz (DFS). Nach gut zwei Jahren zäher, oft ärgerlicher Verhandlungen, Bemühungen und ungeduldigen Wartens erhielten wir endlich die lang ersehnte Nachricht, dass der Motor unserer V 100 1200 (DGEG-Standort Würzburg) repariert und fertiggestellt ist. Ein erster Befund noch in der Reparaturwerkstatt in Bremerhaven führte zu keinen Beanstandungen, so dass der Motor nach Würzburg gebracht werden konnte. Nach Wiedereinbau und Wiederherstellung aller Anschlüsse und Verbindung zum Getriebe werden erste Probeläufe und die anschließenden Hochtastfahrten zeigen, ob und wie erfolgreich die Reparatur war. | Foto: Helmuth Hombach (10. Juli 2010)
Bild der Woche Nummer 39 – Ein Blick nach Passau: Vom 30. April bis zum 5. Mai bieten wir mit Sonderfahrten, Exkursionen und Vorträgen in und um Passau ein umfangreiches Programm, das auch Nichtmitgliedern der DGEG offen steht. Geplant sind u.a.: Fotofahrt mit einer V 60 und einem GmP auf der Ilztalbahn; Fahrt mit einer V 90 zur Linzer Lokalbahn mit Einsatz von Altbau-Elloks der Lokalbahn; Fahrt mit VT 98 zum Moldaustausee; Fahrt mit V 90 nach Viechtach, Bayrisch Eisenstein, Deggendorf und Landshut. Am 4. Mai findet zudem die jährliche Mitgliederversammlung statt. Wir freuen uns auf Sie! | Ansichtskarte Sammlung Ekkehard Martin
Bild der Woche Nummer 38 – Ein Blick nach Passau: Vom 30. April bis zum 5. Mai bieten wir mit Sonderfahrten, Exkursionen und Vorträgen in und um Passau ein umfangreiches Programm, das auch Nichtmitgliedern der DGEG offen steht. Geplant sind u.a.: Fotofahrt mit einer V 60 und einem GmP auf der Ilztalbahn; Fahrt mit einer V 90 zur Linzer Lokalbahn mit Einsatz von Altbau-Elloks der Lokalbahn; Fahrt mit VT 98 zum Moldaustausee; Fahrt mit V 90 nach Viechtach, Bayrisch Eisenstein, Deggendorf und Landshut. Am 4. Mai findet zudem die jährliche Mitgliederversammlung statt. Wir freuen uns auf Sie! | Ansichtskarte Sammlung Ekkehard Martin
Bild der Woche Nummer 37 – Zur Reise mit der Bahn und mithin zur klassischen Reisekultur gehört auch der Speisewagen. Selbst in Zeiten vorgegarter Mikrowellengerichte wirbt die Bahn mit ihrem „gastronomischen Angebot“. Vor rund 80 Jahren verlief die Werbung in der Gegenrichtung. Mit Ansichtskarten machte die Mitropa auf sich aufmerksam und nutzte das Renommee des Fliegenden Hamburgers: „Schnelltriebwagen mit Mitropa-Bewirtschaftung“. | Sammlung Rainer Kolbe
Bild der Woche Nummer 36 – Lebendige Eisenbahngeschichte besteht zu einem wesentlichen Teil aus historischen Loks und Wagen. Können diese sogar in Betrieb gezeigt werden, kann man also „richtig damit fahren“, werden alte Technik und frühere Reisekultur besonders anschaulich – gerade den Jüngeren, die zum Beispiel Dampfloks nicht mehr als Teil ihres Alltags erinnern.
Alte Fahrzeuge betriebsfähig zu erhalten ist allerdings sehr viel (ehrenamtliche) Arbeit. Allen, die an dieser Art der lebendigen Eisenbahngeschichte mitwirken, sei großer Dank und Respekt geschuldet. Stellvertretend zeigt unser Bild der Woche einen Mitarbeiter des DGEG-Arbeitskreises Neustadt bei der Arbeit an der Lok SPEYERBACH: Die schützende Betonschicht des Rauchkammerbodens wird aufgemeißelt, um die seitlichen Verschraubungen der Rauchkammer freilegen zu können. | Foto: Februar 2019, Jürgen Lemke

Corinna Abramovicz ist mit ihrer Schulklasse auf dem Weg nach Lugano, als ihr Zug im Gotthardtunnel außerplanmäßig zum Stehen kommt. Das Zugpersonal geht zunächst von einer technischen Störung aus. Als aber der Strom ausfällt und das Kommunikationsnetz zusammenbricht, entwickelt sich das Gefangensein im dunklen Tunnel für die 300 Passagiere rasch zum Albtraum. Hans Leister schreibt mit DER TUNNEL einen düsteren, hochspannenden Thriller, der auf beklemmende und faszinierende Weise mit unserer Angst vor dem Kampf ums nackte Überleben spielt.
Bild der Woche Nummer 36 – Der alte Gotthard-Tunnel und Züge mit Fenstern, die man öffnen konnte – lang ist es her. Wirklich? Das Foto entstand auf einer Wanderung an der Gotthard-Nordrampe im August 2015. Der „Wanderweg Gottardo“ führt von Erstfeld am Fuß der Rampe bis zum Nordportal des Gotthard-Tunnels bei Göschenen. Mit Eröffnung des Gotthard-Basistunnels Ende 2015 sind der dichte Zugverkehr auf der Rampe und Züge mit Fenstern, die man öffnen kann, Geschichte.
Doch auch der neue Tunnel ist schon so alt, dass ein Thriller ihn zum Thema hat: DER TUNNEL von Hans Leister, erschienen Anfang 2019.
Und den Bericht von der Wanderung können Sie in der EisenbahnGeschichte Nummer 77 nachlesen. | Foto Rainer Kolbe





















Bild der Woche Nummer 18 – Die Nürnberger 01 177 ist im Juni 1952 auf der Deininger Brücke zwischen Nürnberg und Regensburg unterwegs. Grund dafür sind Messungen des Lok-Versuchsamts. Auf dem Bild sind Messkabel am Gleis zu sehen, die zu einem tragbaren Telefon am Brückengeländer führen, der im Vordergrund sitzende Herr hat einen Hörer am Ohr. Leider konnte bisher nicht ermittelt werden, welchem Zweck die Versuche dienten. – Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen der DGEG-Zeitschrift EisenbahnGeschichte. | Foto Sammlung Garrelt Riepelmeier
Bild der Woche Nummer 17 – Bei Aufräumungsarbeiten in der Universitätsbibliothek Dortmund ist ein großer Teil des Nachlasses Friedrich Wittes nach 32 Jahren wieder aufgetaucht. Der Nachlass konnte inzwischen ins DGEG-Archiv nach Witten überführt werden, das bereits über etliche Manuskripte von Fachaufsätzen Wittes verfügt. Der Nachlass enthält umfangreiche Dokumente, Aufzeichnungen und Fotos. Er kann als äußerst wertvolle Überlieferung insbesondere zum deutschen Dampflokomotivbau gewertet werden. Friedrich Witte gilt bekanntlich als „Vater der Bundesbahn-Neubaulokomotiven“. Weniger technisch beschlagenen Eisenbahnfreunden ist er zumindest durch die von ihm entwickelten und nach ihm benannten Windleitbleche von Dampflokomotiven bekannt. – Mehr zum Thema lesen Sie im DGEG-Forum in der neuen Ausgabe der DGEG-Zeitschrift EisenbahnGeschichte.
Zum Bild: Ein Jahr nach Ausscheiden aus dem aktiven Dienst erhielt Vizepräsident i.R. Friedrich Witte am 10. August 1966 aus der Hand des BZA-Präsidenten Dr. Lehmann das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. | Abbildung Fischer, BZA Minden, Nachlass Witte

Bild der Woche Nummer 16 – Neuzugang im Eisenbahnmuseum Bochum: Klappkübelwagen waren einst im Ruhrgebiet weit verbreitet. Hier wird er gezogen von einer der Gastloks der Zechenbahntage, der 578 der RBH (Typ Krauss-Maffei M700C). Im Hintergrund wächst das neue Empfangsgebäude. Die Zechenbahntage gehen noch bis zum 23. September. Kommen Sie vorbei! Weitere Infos zu den Zechenbahntagen finden Sie hier (extern). Und mehr über den Klappkübelwagen lesen Sie im DGEG-Forum in Heft 90 der EisenbahnGeschichte. | Foto: Christoph Oboth
Bild der Woche Nummer 15 – Ein weiteres Fundstück der Sammlung Reich: 55 3555 vor einem Zirkuszug! Es ist der Zirkus Krone, der hier unterwegs ist. Das Bild zeigt eine leichte Bewegungsunschärfe, aber eine 55er im Zugdienst ist eher selten und vor allem selten fotografiert worden, so dass die verminderte Qualität des Bildes sicher zu verschmerzen ist ... Ralf Reich fotografierte das bemerkenswerte Gespann am 13. Mai 1965 in Mülheim-Heißen. | Foto: Ralf Reich (DGEG-Archiv)
Bild der Woche Nummer 14 – An die 1874 komplett eröffnete Strecke der „Rheinischen Bahn“ im Ruhrgebiet waren zahlreiche Zechen angeschlossen, so auch die Krupp-Zeche Hannover, die bei ihrer Stilllegung im Frühjahr 1973 das letzte Bergwerk auf damaligem Bochumer Stadtgebiet war. Am Ost-Kopf des Güterbahnhofs Gelsenkirchen-Wattenscheid begegnet uns hier am 12.5.1973 die Lokomotive „Hannover 21“ (letzte von Krupp quasi für den Eigenbedarf 1962 gebaute Dampflok vom Typ „Bergbau“) mit einem Kohlenzug. Im Hintergrund sind die Schächte 3 und 6 der Zeche Hannover in Wattenscheid-Günnigfeld zu erkennen, die als Förderschächte bereits 1932 stillgelegt worden waren, bis zur Stillegung des Bergwerks aber noch zur Bewetterung dienten. Von der Zeche ist heute noch der Malakowturm über Schacht 1 erhalten, der ein Standort des LWL-Industriemuseums ist. Für die „Rheinische Bahn“ ist an dieser Stelle der „Radschnellweg R1“ geplant, der das Ruhrgebiet von Duisburg bis Hamm durchziehen wird, zu großen Teilen auf der Trasse der ehemaligen „Rheinischen Bahn“. | Foto: Volkmar Bischoff
Bild der Woche Nummer 13 – Im Bahnhof Harburg – seiterzeit noch eine eigenständige Stadt an der Elbe, südlich von Hamburg – eröffnete am 1. Mai 1897 mit einem exklusiven Menü das Restaurant Heeschen im Wartesaal 1. und 2. Klasse. Das Restaurant war dem Zeitgeist entsprechend prachtvoll dekoriert, man speiste unter Palmen. Nachdem am Tag der Eröffnung Hummer und Hammelrücken serviert wurden, führte man, wie im täglichen Betrieb deutscher Bahnhofsrestaurants üblich, Gerichte gutbürgerlicher Küche. In einem Reiseführer von 1907 ist zu lesen, dass der Harburger Wartesaal wohl „zu den schönsten seiner Art in Deutschland zählen“ dürfte. Zumindest ist er der einzige erhaltene Bahnhofswartesaal aus dem 19. Jahrhundert im Hamburger Raum!
Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals haben Sie am Sonntag, den 9. September, zwischen 12 und 18 Uhr die Gelegenheit, den Wartesaal zu besichtigen. Es führen Mitglieder der DGEG durch die Räume und durch den Bahnhof (Führungen immer ab halb). | Abbildung Sammlung Rainer Kolbe

Bild der Woche Nummer 12 – Die ehemalige Mischanlage der Kokerei Zollverein in Essen-Katernberg beherbergt die große Sonderausstellung zum Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus: „Das Zeitalter der Kohle – eine europäische Geschichte“. Das Essener Ruhr Museum und das Deutsche Bergbaumuseum Bochum widmen der Kohle diese noch bis zum 11. November 2018 laufende Gemeinschaftsausstellung. Im „Skulpturenpark“ vor dem Ausstellungsgebäude befinden sich zahlreiche moderne Großgeräte des Bergbaus, darunter auch zwei Gruben-Lokomotiven. Der Zugang zum Ausstellungsgebäude erfolgt über eine Standseilbahn, die sich in der Bandbrücke verbirgt. | Foto: Reinhold Budde
Bild der Woche Nummer 11 – Neuer alter Bahnhof in Elmstein: Nach etwa einjähriger Bauzeit wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde Mitte Mai in Elmstein der fast originalgetreue Neubau des Bahnhofsgebäudes eingeweiht. Der Neubau war erforderlich geworden, da Dach sowie tragende Teile des ursprünglichen Empfangsgebäudes – einer Holzkonstruktion aus dem Jahre 1908 – so stark durch Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen worden waren, dass aus wirtschaftlichen Gründen nur ein kompletter Neubau infrage kam. Es wurde von Anfang an größter Wert darauf gelegt, dass das neue Gebäude den Charakter seines Vorgängers so weit wie möglich bewahrt.
Das ursprüngliche Elmsteiner Empfangsgebäude bildete mit einem Lok- und Güterschuppen sowie einem Toilettenbau die Grundausstattung des Endbahnhofs der Lokalbahn Lambrecht–Elmstein, welche am 23. Januar 1909 eröffnet wurde und auf der heute das Kuckucksbähnel der DGEG fährt.
Das Empfangsgebäude wurde als einfache hölzerne Fachwerkkonstruktion entworfen, die einstöckig auf einem umlaufenden, zum Erdreich hin offenen Sandsteinfundament errichtet wurde und nicht unterkellert war. Ursprünglich war nur der nach Nordwesten gerichtete Gebäudeteil zur Unterbringung des Dienstraums als geschlossener Raum ausgeführt worden, während der Warteraum – ähnlich einer Pergola – halb offen gestaltet worden war. In welchem Jahr und zu welchem Anlass der offene Warteraum durch Anbringung weiterer Wandelemente zur Bahnsteigseite hin vollständig verschlossen wurde, ist nicht bekannt.
Alle Details zum neuen und zum alten Bahnhof lesen Sie im FORUM, Ausgabe 186 in der neuen Ausgabe Nr. 89 unserer Zeitschrift EisenbahnGeschichte. Die oben gezeigte Ansichtskarte stammt aus der Sammlung von Reiner Frank.

Bild der Woche Nummer 10 – Sommerzeit ist Museumszugzeit. Am 7. Juli 2018 fotografierte Reinhold Budde den Museumszug auf der Ruhrtalbahn in der Nähe des Haltepunktes „Ruine Hardenstein“. Im Hintergrund kreuzt die Fähre „Hardenstein“ den Fluss. Aufgrund eines technischen Defektes wurde das beliebte „Schweineschnäuzchen“ an diesem Tag durch 212 039 von Railflex mit zwei Umbauwagen aus dem Museumszug ersetzt.
Bild der Woche Nummer 9 – Aus dem umfangreichen Bestand von Werkfotos der Maschinenfabrik Esslingen im DGEG-Archiv stammt dieses Foto (um 1935), das einen Bezug zum diesjährigen Kohleabschied hat: Die nach der letzten deutschen Kaiserin benannte Gewerkschaft Auguste Victoria – kurz AV – in Marl war das zweitletzte Bergwerk im Ruhrgebiet, es wurde am 18. Dezember 2015 geschlossen. In der dortigen Kokerei befand sich von 1925 bis 1944 eine Kokslöschbahn mit Zahnradbetrieb, die von 1934 bis 1944 mit einer Leiterzahnstange des Systems Riggenbach ausgestattet war. Die beiden baugleichen Lokomotiven (AEG 3024/1925 und 4118/1928) blieben nach der Umstellung auf Reibungsbetrieb noch bis zur Stilllegung der Kokerei im Jahre 1966 in Betrieb.
Bild der Woche Nummer 8 – Das Bild zeigt die „neue“ Schiffbrücke zwischen Karlsruhe (Baden) und Maximiliansau (Bayern), erbaut 1865. Die Brücke ist geöffnet, ein Rheinschiff passiert.
Mehr darüber, was eine Schiffbrücke überhaupt ist und was es mit der neuen (und alten) Rheinbrücke bei Karlsruhe auf sich hat, lesen Sie im Beitrag „Pfälzische Eisenbahnbrücken über den Rhein“ von Wolfgang Kunz im neuen Jahrbuch für Eisenbahngeschichte. | Abbildung Sammlung Kunz

Bild der Woche Nummer 7 – Die mit einem Fahrwerk mit Blindwelle ausgestattete Freilassinger 98 308 trifft der LVA-Fotograf vermutlich in Berchtesgaden an. Der Lokführer, der seinen Dienst auf der Lok alleine verrichtet, freut sich offensichtlich über die Aufmerksamkeit. Bei der Rückansicht der 98 308 ist gut der unmittelbar auf das Feuerloch aufgesetzte Kohlekasten zu erkennen; über einen mittels Zahnsegment zu öffnenden Schieber fällt die Kohle direkt auf den Rost. Die Lokbeschriftung zeigt die Farbanschrift „ED München“; die noch aus Reichsbahnzeiten stammende Heimanschrift „Freilassing“ enthält noch nicht den Vorsatz „Bw“. Das Gattungsschild zeigt die Farbanschrift „L 22.11“. Das Untersuchungsdatum lautet „9.3.51“. – Mehr über den „Glaskasten“ und andere alte Schätzchen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift „EisenbahnGeschichte“ im Beitrag „Beifang in Bayern“. | Abbildung Sammlung Garrelt Riepelmeier
Bild der Woche Nummer 6 – Die rasche Ausbreitung der Eisenbahn im 19. Jahrhundert inspirierte selbstverständlich auch Kunst und Künstler. Als mit dem Zusammenwachsen von Strecken und Netzen auch Fahrten über größere Entfernungen möglich geworden waren, mussten die Reisenden unterwegs verköstigt werden. Vor Erfindung des Speisewagens waren dafür die Bahnhofsrestaurants zuständig, die Züge legten dann einen etwas längeren Halt ein. Dass dieser Halt immer noch zu kurz war, um eine größere Zahl Menschen zu versorgen, hat Wilhelm Busch in seiner Zeichnung „Die Mittagstafel in der Rosenheimer Bahnhofs-Restauration“ dargestellt, möglicherweise nur geringfügig überhöht.
Mehr darüber, was der große Humorist und Dichter Wilhelm Busch (1832–1908) zum Thema Eisenbahn zu sagen und zu zeichnen hat, lesen Sie im Beitrag „Wilhelm Busch und die Eisenbahn“ von Dr. Thomas Palaschewski im neuen Jahrbuch für Eisenbahngeschichte. | Abbildung Sammlung Palaschewski

Bild der Woche Nummer 5 – Eine vielfältige Nummerngeschichte hat die kleine Tenderlokomotive, die 1928 von der Firma Hohenzollern mit der Fabrik-Nr. 4629 gebaut wurde. Ausgeliefert wurde sie mit der Betriebsnummer 80 030 an die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft. Nach ihrer Ausmusterung in Bundesbahn-Diensten gelangte sie 1961 zur Klöckner-Bergbau AG, die sie zunächst als Nr. „4“, ab 1967 als Nr. „9“ auf ihren Zechen im östlichen Ruhrgebiet einsetzte. Ralf Reich fotografierte die Lok am 19.10.1969 in Heeren-Werve. Bei der inzwischen gegründeten Ruhrkohle AG (RAG) erhielt die Lok die Nr. D 724, die sie bis zu Ausmusterung und Abgabe an die DGEG – Museum Bochum-Dahlhausen im Jahr 1974 behielt. Anlässlich des Kohleabschieds 2018 wird die zwischenzeitlich mit einem sog. „Fotografieranstrich“ versehene Maschine derzeit wieder in ihren letzten Zustand bei der RAG zurückversetzt (siehe auch der Bericht in Eisenbahn-Geschichte, Heft 88; im {link seite="http://shop.dgeg-medien.de/0-1563-Eisenbahn-Geschichte-Nr-88"}Shop{/link} ansehen). | Foto: Ralf Reich (DGEG-Archiv)
Bild der Woche Nummer 4 – Ein Fund aus der Sammlung Reich: Als Modell bekannt, hier ein (seltenes?) Bild eines (Behelfs-)Pwghs, die ab 1964 im AW Limburg aus alten „Donnerbüchsen“ umgebaut wurden. Diese Wagen dienten zum Aufenthalt des Zugführers und Begleitpersonales (Rangierer) und dem Transport der Dienstgüter. Gepäck oder andere Güter wurden darin nicht befördert. Zumindest hinter der Baureihe 50 wurden diese Begleitwagen durch Einsatz der Kabinentender überflüssig. Ralf Reich fotografierte 50 316 am 2. Mai 1966 in Unna. | Foto Ralf Reich, Sammlung DGEG-Archiv

Bild der Woche Nummer 2 – Nach der diesjährigen DGEG-Jahrestagung in Chemnitz noch einmal ein Bild aus der drittgrößten Stadt Sachsens: Das markanteste Gebäude der 1930 fertiggestellten Seilablaufanlage war das Befehlsstellwerk auf Höhe des Personenbahnhofes Chemnitz-Hilbersdorf. Es blieb auch nach dem Abriss fast aller Gleise erhalten und wird heute vom Verein „Technikmuseum Seilablaufanlage“ genutzt. – Mehr über Hilbersdorf und die Güterverkehrsanlagen in Chemnitz lesen Sie in der neuen Ausgabe unserer Zeitschrift „EisenbahnGeschichte“, die im Laufe der Woche in den Handel kommt. | Foto: Historische Sammlung der DB AG
Bild der Woche Nummer 1 – Im ehemaligen Betriebswerk der früheren Buschtěhrader Eisenbahn in Lužná u Rakovníka befindet sich ein beeindruckendes Eisenbahnmuseum. Bei der Exkursion im Rahmen der DGEG-Jahrestagung konnten am 3. Mai 2018 unter vielen anderen Exponaten die beiden ČSD-Lokomotiven 524.1110 (1'E1' h2t, Baujahr 1931) und 387.043 (2'C1' h3, Baujahr 1937) vor dem Lokschuppen bewundert werden. | Foto: Dietrich Bothe

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